*Es handelt sich um einen Affiliate-Link. Wenn du darüber etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision, die mir hilft, die Hosting-Kosten meines Blogs zu decken – für dich bleibt der Preis selbstverständlich gleich.
Hinweis: Einige Beitragsbilder auf dieser Website wurden mit KI erstellt und dienen nur zur Illustration..
Auf deiner Fensterbank steht ein Glas mit Regenwasser, daneben ein Mondstein, der noch keinen festen Platz hat. Im Regal wartet ein Tarotdeck, das du seit Wochen nicht angefasst hast, und in der Küche hängt ein Bund Rosmarin zum Trocknen. Das sieht nach Durcheinander aus. Für viele Hexen sieht so der Anfang aus.
Hexenkunst hat viele Gesichter. In diesem Guide lernst du 23 Hexenarten kennen, jeweils mit den typischen Praktiken, den Werkzeugen und den Symbolen, die dazugehören. So siehst du schnell, was dich anspricht und was du liegen lassen darfst.
Du brauchst dich auf keine Hexenart festzulegen. Viele Hexen mischen mehrere Wege und bauen daraus eine Praxis, die zu ihrem Alltag passt. (Das gilt auch für mich.)
Was Hexenarten sind und was nicht
Eine Hexenart ist ein Name für einen Schwerpunkt. Mondhexen arbeiten mit dem Mond, Küchenhexen mit dem Herd, Waldhexen mit den Bäumen. Die Namen helfen dir, passende Bücher, Rituale und Gleichgesinnte zu finden.
Es gibt keine Prüfung und keine Stelle, die dir eine Hexenart zuweist. Die Einteilung ist modern und je nach Buch oder Blog verschieden, deshalb sind diese 23 eine Auswahl und keine vollständige Liste. Lies sie wie eine Speisekarte: Bestell, was dich neugierig macht, den Rest lässt du stehen.
Ich habe die Hexenarten nach ihrem Schwerpunkt gruppiert: Himmel, Natur, Zuhause, Ahnen und der eigene Weg. Wenn du eine bestimmte Art suchst, springst du direkt zur passenden Gruppe. Einen Überblick mit Erkennungszeichen findest du außerdem in unserem Leitfaden Welche Art von Hexe bist du?.

Hexenarten des Himmels: Mond, Sterne, Sonne, Sturm und Jahreskreis
Diese sechs schauen nach oben und richten ihre Zeiten nach dem, was am Himmel und im Wetter passiert.
1. Die Mondhexe (Lunar Witch): Nach den Mondphasen leben
Eine Mondhexe plant Rituale, Gespräche und Vorhaben nach dem Mond. Sie nimmt an, dass der Wechsel von Neumond und Vollmond mit ihren Stimmungen zusammenhängt, und prüft das im Alltag nach. Mit der Zeit entsteht daraus ihr persönlicher Kalender.
Typische Praktiken:
- Am Neumond Intentionen aufschreiben und einen Neuanfang planen.
- Am Vollmond danken und etwas verabschieden, das nicht mehr passt.
- Im abnehmenden Mond Altes abgeben, im zunehmenden Mond Neues aufbauen.
- Ein Mondtagebuch führen, mit Phase, Stimmung und dem, was an dem Tag passiert ist.
Werkzeuge und Symbole:
- Mondstein und Selenit.
- Silberne Kerzen als Sinnbild für das Mondlicht.
- Ein Mondkalender, damit du die Termine im Blick hast. Ich liebe dafür besonders einen Wandkalender mit allen Phasen : zum Mondkalender 2027.
Der Mond ist für sie ein Taktgeber. Sie schaut hinauf und weiß, was als Nächstes dran ist. Mehr dazu steht im Mondmagie-Leitfaden.
2. Die Kosmische Hexe (Cosmos Witch): Sterne und Planeten
Eine Kosmische Hexe liest den Himmel wie einen Terminplan. Sie arbeitet mit Astrologie und Planetenbewegungen und wählt danach den Zeitpunkt für ihre Zauber.
Typische Praktiken:
- Zauber und Rituale auf bestimmte Planetenstände legen.
- Astrologische Transite beobachten, um passende Zeitpunkte zu finden.
- Mit Geburtshoroskop und Sternenkarten arbeiten.
Werkzeuge und Symbole:
- Geburtshoroskop, astrologische Karten und Sternenkarten.
- Lapislazuli und Amethyst.
- Kerzen, die einem Planeten oder Sternzeichen zugeordnet sind.
Für sie ist der Himmel ein Nachschlagewerk, das jede Nacht neu aufgeschlagen wird. Sie sieht hinein, bevor sie einen Zauber ansetzt.
3. Die Sonnenhexe (Solar Witch): Im Licht der Sonne
Sonnenhexen stehen früh auf. Sie arbeiten mit Licht und Wärme und sehen in der Sonne ein Zeichen für Wachstum, Zuversicht und Selbstvertrauen.
Typische Praktiken:
- Rituale bei Sonnenaufgang, am Mittag und bei Sonnenuntergang.
- Werkzeuge und passende Kristalle im Sonnenlicht aufladen.
- Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen feiern.
- Die Sonne als Bild nutzen für Vorhaben, die Mut brauchen.
Werkzeuge und Symbole:
- Sonnenstein und Citrin.
- Goldene und gelbe Kerzen.
- Sonnenblumen und Sonnenräder.
Ein Tipp aus der Praxis: Amethyst und Rosenquarz bleichen im Sonnenlicht aus. Die lädst du besser im Schatten auf.
Die Sturmhexe (Storm Witch): Das Wetter als Verbündete
Wenn der Himmel dunkel wird und der Wind an den Fensterläden zerrt, wird die Sturmhexe ruhig. Gewitter, Regen und Wind sind für sie Naturschauspiele mit eigener Bedeutung, die sie für Schutz und Durchbrüche nutzt.
Typische Praktiken:
- Sturm- und Regenwasser für spätere Rituale sammeln.
- Dem Regen oder dem Wind zuhören, als wäre es eine Meditation.
- Den Blitz als Sinnbild für einen Durchbruch anrufen.
- Rituale beim Gewitter nur ausführen, wenn es sicher ist.
Werkzeuge und Symbole:
- Gesammeltes Regenwasser und Steine, die der Regen nass gemacht hat.
- Federn für den Wind.
- Blitz- und Gewitterwolkensymbole.
Bei Gewitter bleibst du im Haus und hältst Abstand zu den Fenstern. Das Ritual funktioniert auch mit einer Aufnahme von Donner und Regen.
5. Die Zyklushexe (Cyclic Witch): Dem Wiederkehrenden folgen
Die Zyklushexe interessiert sich für alles, was wiederkommt: Mondphasen, Jahreszeiten, Lebensphasen. Sie überschneidet sich mit der Mondhexe und der Jahreszeitenhexe, schaut aber auf das Muster dahinter. Auf Anfang folgt Wachstum, auf Wachstum folgt Abschied, auf Abschied ein neuer Anfang.
Typische Praktiken:
- Mondzyklen beobachten und Rituale danach legen.
- Jahreszeitenwechsel mit kleinen Gaben und Ritualen ehren.
- Lebensphasen wie einen Umzug, einen Jobwechsel oder einen Abschied mit einem eigenen Ritual markieren.
- Geburt, Wachstum, Tod und Wiedergeburt als Teile desselben Kreislaufs sehen.
Werkzeuge und Symbole:
- Mondkalender und Tagebücher, in denen du die Kreisläufe festhältst.
- Mondstein und Labradorit.
- Spiralen und Kreise als Zeichen für Wiederkehr.
Wer in Kreisläufen denkt, hat es leichter mit Dürrezeiten. Der Winter ist dann ein Abschnitt und kein Urteil.
6. Die Jahreszeitenhexe (Seasonal Witch): Im Rhythmus des Jahreskreises
Die Jahreszeitenhexe weiß, wann die Äpfel reif sind, und feiert das. Sie richtet ihre Zauber nach dem Jahreskreis und stimmt Rituale, Essen und Dekoration auf die Jahreszeit ab.
Typische Praktiken:
- Die acht Jahreskreisfeste feiern (mehr dazu im Artikel zum Wheel of the Year).
- Zauber und Intentionen auf die Jahreszeit abstimmen.
- Saisonale Kräuter, Lebensmittel und Dekorationen verwenden.
- Rituale draußen feiern, damit die Jahreszeit spürbar wird.
Werkzeuge und Symbole:
- Jahreszeitliche Altäre mit Blättern, Blumen, Steinen und anderen Naturmaterialien.
- Kerzen in passenden Farben, etwa Grün für den Frühling oder Orange für den Herbst.
- Sonne, Mond, Erntewerkzeuge und saisonale Pflanzen als Symbole.
Sie bleibt geerdet, weil das Jahr ihr den Takt vorgibt. Der Kalender an der Wand ist nur die zweite Uhr.

Hexenarten der Natur: Pflanzen, Wald, Meer, Elemente und Steine
Diese fünf holen sich ihre Kraft draußen und von dem, was dort wächst, fließt oder liegt.
7. Die Grüne Hexe (Green Witch): Mit Pflanzen arbeiten
Die Grüne Hexe hat immer Erde unter den Fingernägeln. Sie lebt nah an der Natur und nutzt Kräuter und Pflanzen für Hausmittel und für Rituale.
Typische Praktiken:
- Kräuter anbauen und ernten, trocknen und aufbewahren.
- Draußen meditieren und die Füße auf den Boden stellen.
- Tees, Tinkturen und Salben mit einer Absicht ansetzen.
Werkzeuge und Symbole:
- Lavendel, Rosmarin und Salbei.
- Werkzeuge aus Holz und Naturfasern.
- Grüne und braune Kerzen als Verbindung zur Erde.
Pflanzen, die du nicht sicher bestimmen kannst, lässt du stehen. Bei Beschwerden kommt der ärztliche Rat vor jedem Hausmittel. Und ein Topf Basilikum am Küchenfenster zählt als Garten.
8. Die Waldhexe (Forest Witch): Hüterin der Waldmagie
Wer sich unter Bäumen am wohlsten fühlt, kennt diese Art. Die Waldhexe sieht im Wald einen heiligen Ort und zugleich ihr Wohnzimmer. Sie sucht dort Ruhe und Material für ihre Magie.
Typische Praktiken:
- Zwischen Bäumen sitzen und die Füße auf dem Boden spüren.
- Blätter, Rinde und Eicheln für Zauber und Rituale sammeln.
- Die Verbindung zu Waldgeistern und Tieren suchen, die dir immer wieder begegnen.
- Rituale zu den Jahreszeiten im Wald feiern.
Werkzeuge und Symbole:
- Zweige von Eiche, Kiefer und Weide als Sinnbilder für Stärke, Schutz und Intuition.
- Federn, Steine und Fundstücke aus dem Wald.
- Grüne und braune Kerzen.
Nimm nur mit, was am Boden liegt, und lies vorher nach, ob in deinem Wald Sammelregeln gelten. In Naturschutzgebieten ist Sammeln oft verboten.
Die Meereshexe (Sea Witch): Gezeiten und Salzwasser
Die Meereshexe hört das Meer, auch wenn sie im dritten Stock wohnt. Ihre Praxis folgt den Gezeiten und dem Element Wasser.
Typische Praktiken:
- Muscheln, Treibholz und Meerwasser für Rituale sammeln.
- Zauber und Meditationen am Wasser ausführen.
- Mit den Gezeiten und ihrem Zusammenhang mit dem Mond arbeiten.
Werkzeuge und Symbole:
- Muscheln, Perlen und Meeressteine.
- Salzwasser, mit dem du etwas symbolisch reinigst.
- Blaue und türkisfarbene Kerzen.
Du brauchst keine Küste. Eine Schale mit Wasser und einer Prise Salz auf dem Altar erfüllt denselben Zweck.
10. Die Elementarhexe (Elemental Witch): Erde, Luft, Feuer und Wasser
Die Elementarhexe ordnet die Welt in vier Teile. Erde bedeutet für sie Halt, Luft Gedanken, Feuer Leidenschaft und Wasser Intuition. Je nachdem, was gerade fehlt, ruft sie das passende Element dazu.
Typische Praktiken:
- Die Elemente in Ritualen und Zaubern anrufen.
- Erde zum Erden, Luft für einen freien Kopf, Feuer für Mut und Wasser für Gefühle einsetzen.
- Elementaraltäre mit passenden Symbolen gestalten.
- Draußen meditieren, um die Elemente zu spüren.
Werkzeuge und Symbole:
- Erde: Steine, Pflanzen und Erde selbst.
- Luft: Federn, Räucherwerk, Windspiele.
- Feuer: Kerzen, Lagerfeuer, Sonnenlicht.
- Wasser: Muscheln, Kelche, Wasserschalen.
Wenn dein Alltag aus dem Gleichgewicht gerät, hilft dir diese Hexenart mit einer Frage: Welches Element fehlt mir gerade?
11. Die Kristallhexe (Crystal Witch): Mit Steinen arbeiten
Die Kristallhexe kann an keinem Steinladen vorbeigehen. Sie wählt Kristalle nach den Eigenschaften, die ihnen traditionell zugeschrieben werden, und trägt sie bei sich oder legt sie in ihre Rituale.
Typische Praktiken:
- Kristalle nach ihren zugeschriebenen Eigenschaften auswählen.
- Räume und Gegenstände mit Kristallen reinigen und Steine auf dem Fensterbrett aufladen.
- Mit einem Kristall in der Hand meditieren.
- Kristalle in Zauber, Rituale und Alltag einbauen.
Werkzeuge und Symbole:
- Bergkristall zum Bündeln einer Absicht, Amethyst für Intuition, Rosenquarz für Liebe.
- Kristallgitter, in denen mehrere Steine eine Absicht stützen.
- Kristallschmuck als Talisman.
Die Wirkungen sind Zuschreibungen aus der Tradition und keine gemessenen Eigenschaften. Das nimmt den Steinen nichts: Sie bleiben ein Anlass, innezuhalten. Besonders schön ist ein kleines Starter-Set mit Bergkristall, Amethyst und Rosenquarz .Hier findest du mein Lieblings-Kristall-Set*.

Hexenarten für Zuhause, Alltag und Ritual
Hier brauchst du keinen Wald und keinen Sternenhimmel. Es reichen vier Wände, ein Herd und eine Kerze.
12. Die Herdhexe (Hearth Witch): Hüterin von Haus und Herd
Die Herdhexe sorgt dafür, dass man sich bei ihr nach fünf Minuten wohlfühlt. Ihr Zuhause ist der Mittelpunkt ihrer Praxis, und sie macht aus alltäglichen Handgriffen kleine Zauber.
Typische Praktiken:
- Das Zuhause reinigen und segnen.
- Küchenmagie nutzen und Mahlzeiten mit einer guten Absicht zubereiten.
- Den Herd als Herz des Hauses ehren.
Werkzeuge und Symbole:
- Herd oder Ofen als Mittelpunkt.
- Küchenutensilien, Kräuter und Gewürze mit symbolischer Bedeutung.
- Schutzamulette und Schutzsymbole im Wohnraum.
Bei ihr gehört Magie zum Haushalt wie der Abwasch. Das Zuhause wird zu einem Ort, an dem man ankommt.
13. Die Küchenhexe (Kitchen Witch): Magie im Kochtopf
Die Küchenhexe rührt im Uhrzeigersinn, weil es sich richtig anfühlt. Für sie ist die Küche ein heiliger Raum, in dem Ernährung und Magie zusammenkommen.
Typische Praktiken:
- Mahlzeiten mit einer Absicht kochen, etwa für Liebe, Gesundheit oder Wohlstand.
- Kräuter und Gewürze nach ihrer traditionellen Bedeutung verwenden.
- Einen kleinen Küchenaltar mit Kerzen, Kristallen und saisonaler Dekoration gestalten.
- Zutaten vor dem Kochen segnen und im Uhrzeigersinn rühren.
Werkzeuge und Symbole:
- Holzlöffel, Mörser, Stößel und gusseiserne Töpfe.
- Rosmarin für Schutz, Basilikum für Wohlstand, Zimt für Liebe.
- Herd oder Ofen als Zentrum.
Aus gewöhnlichen Zutaten wird bei ihr etwas, das Körper und Gemüt satt macht.
14. Die Alltagshexe (Mundane Witch): Magie im Gewöhnlichen
Die Alltagshexe zündet morgens keine Kerze an, sondern kocht Kaffee und denkt dabei an den Tag. Sie verbindet Magie mit kleinen, gewöhnlichen Momenten und sieht in Routinen und Gegenständen eine Bedeutung.
Du hast gelesen, dass du für Hexerei einen Altar, einen Kessel und ein Regal voller Zubehör brauchst. Das ist eine hübsche Vorstellung, aber keine Voraussetzung. Salz, ein Schlüssel und ein Spiegel liegen in den meisten Haushalten längst herum.
Typische Praktiken:
- Putzen, Kochen und Aufräumen mit einer Absicht verbinden.
- Persönliche Räume mit Schutz- und Ruhesymbolen ausstatten.
- Zeichen und Botschaften in alltäglichen Ereignissen sehen.
- Fünf Minuten lang nur den Tee trinken, ohne Handy.
Werkzeuge und Symbole:
- Salz, Schlüssel und Spiegel.
- Kerzen und Räucherwerk für eine ruhige Stimmung.
- Glücksbringer und persönliche Gegenstände mit Bedeutung.
Sie findet das Außergewöhnliche im Gewöhnlichen. Das macht ihre Praxis alltagstauglich.
Die Ritualhexe (Ritual Witch): Heilige Zeremonien gestalten
Die Ritualhexe liebt den Ablauf. Sie baut Zeremonien mit Anfang, Mitte und Ende, damit ihre Absicht einen klaren Rahmen hat.
Typische Praktiken:
- Rituale für Lebensphasen, Jahreszeiten und Mondzyklen gestalten.
- Mit Ritualwerkzeugen wie Zauberstab, Athame und Kessel arbeiten.
- Altäre für Gottheiten, Ahnen und die Elemente aufbauen.
Werkzeuge und Symbole:
- Kerzen in verschiedenen Farben für verschiedene Absichten.
- Ritualgewänder und Symbole mit persönlicher Bedeutung.
- Kräuter, Öle und Räucherwerk, um den Ritualraum zu reinigen und zu segnen.
Für sie kann jede Handlung zum Ritual werden, sobald sie einen Rahmen hat. Sie glaubt, dass Absicht und Konzentration die Wirklichkeit verändern.

Hexenarten der Ahnen, Geister und alten Überlieferung
Diese drei blicken zurück und zur Seite, zu denen, die vor ihnen da waren, und zu denen, die man nicht sieht.
16. Die Ahnenhexe (Ancestor Witch): Hüterin der Familiengeschichtentypen
Die Ahnenhexe kennt den Namen ihrer Urgroßmutter und weiß, wie sie ihren Kaffee trank. Sie schöpft aus den Generationen vor ihr und will deren Weisheit am Leben halten.
Typische Praktiken:
- Einen Altar für die Vorfahren aufbauen.
- Speisen, Getränke und Gebete als Zeichen des Gedenkens darbringen.
- Ahnenforschung betreiben, um die eigenen Wurzeln besser zu kennen.
Werkzeuge und Symbole:
- Familienerbstücke und alte Fotografien.
- Ahnenkerzen und Räucherwerk.
- Erde und Knochen als Zeichen für die körperliche Verbindung zur Vergangenheit.
Die Verbindung zur Herkunft gibt ihr Halt und das Gefühl, dazuzugehören.
17. Die Geistführer-Hexe (Spirit Guide Witch): Botin zwischen den Welten
Die Geistführer-Hexe sucht Rat bei Wesen aus der geistigen Welt, bei Ahnen und bei spirituellen Führern. Sie versteht sich als Brücke zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren. Wie wörtlich du das nimmst, entscheidest du.
Typische Praktiken:
- Über Meditation und Träume Kontakt zu Geistführern suchen.
- Rituale für die Vorfahren feiern und eine Verbindung aufbauen.
- Mit Karten oder Pendel nach Botschaften fragen (mehr dazu im Artikel über Wahrsagung für Anfänger).
Werkzeuge und Symbole:
- Ahnenaltäre mit Gaben und Fotografien.
- Amethyst und schwarzer Turmalin.
- Weiße Kerzen und Räucherwerk, um Präsenz einzuladen.
Sie fragt und hört zu. Was sie zurückbekommt, wertet sie als Orientierung, nicht als Befehl.
18. Die Traditionelle Hexe (Traditional Witch): Verwurzelt in alten Überlieferungen
Die Traditionelle Hexe liest alte Bücher mit Bleistift in der Hand. Sie folgt Bräuchen und Techniken, die über Generationen weitergegeben wurden, und hält sich an Volksmagie und regionale Überlieferung.
Typische Praktiken:
- Historische Texte und Volksüberlieferungen studieren.
- Rituale feiern, die auf alten Bräuchen und Jahreszeiten beruhen.
- Gottheiten, Geister und Naturkräfte nach überlieferten Bräuchen ehren.
- Werkzeuge und Symbole mit historischer Bedeutung nutzen.
Werkzeuge und Symbole:
- Hexenkessel, Reisigbesen und Werkzeuge aus Eisen.
- Beifuß, Eisenkraut und Schafgarbe.
- Kerzen und Räucherwerk für Elemente und Welten.
Für sie ist Hexenkunst ein Faden in die Vergangenheit. Sie bewahrt altes Wissen, damit es nicht verloren geht.

Hexenarten, die ihren eigenen Weg gehen
20. Die Human-Design-Hexe (Human Design Witch): Der eigene Bauplan
Die Human-Design-Hexe schaut zuerst in ihr Chart und dann in den Kalender. Human Design ist ein modernes Deutungssystem, das Elemente aus Astrologie und Chakrenlehre mit eigenen Typen verbindet. Es ist wissenschaftlich nicht belegt, und viele nutzen es als Spiegel für sich selbst.
Typische Praktiken:
- Das eigene Human-Design-Chart lesen, um den persönlichen Typ zu verstehen.
- Rituale und Entscheidungen an dieses Profil anpassen.
- Das Wissen über sich für die eigene Praxis nutzen.
Werkzeuge und Symbole:
- Das Human-Design-Chart als Orientierung für Stärken und Schwierigkeiten.
- Meditation und Visualisierung.
- Persönliche Talismane, die zum eigenen Typ passen.
Sie will wissen, was zu ihr passt, und baut danach ihren Tag.
21. Die Eklektische Hexe (Eclectic Witch): Verschiedene Wege verbinden
Die Eklektische Hexe hat einen Altar, der sich alle paar Monate verändert. Sie lässt sich von vielen Wegen anregen, probiert aus und behält, was bei ihr funktioniert.
Typische Praktiken:
- Mondmagie, Grüne Magie und Ritualmagie kombinieren.
- Rituale nach Bedürfnis und Gefühl gestalten.
- Werkzeuge aus verschiedenen Systemen verwenden.
- Immer wieder Neues lernen und Techniken testen.
Werkzeuge und Symbole:
- Ein vielseitiger Altar, der mit der Praxis wächst.
- Kristalle, Kräuter, Tarotkarten und Kerzen.
- Persönliche Talismane und Fundstücke mit Bedeutung.
Bei ihr gibt es keine starren Regeln. Ihre Praxis entsteht aus Neugier, Kreativität und eigenen Erfahrungen. Wenn du dich in vielen Abschnitten dieses Artikels wiedergefunden hast, bist du hier zu Hause. (Das ist die häufigste Art.)
22. Die Chaoshexe (Chaos Witch): Spontan und ohne Regeln
Die Chaoshexe zündet eine Kerze an, weil ihr gerade danach ist. Sie liebt Spontaneität und arbeitet ohne feste Regeln, bei ihr zählen Wille und Absicht.
Typische Praktiken:
- Spontane Zauber ohne feste Anleitung wirken.
- Gefühle und Intuition als Antrieb nutzen.
- Ordnung und Chaos beide als Quelle gelten lassen.
- Werkzeuge und Techniken an die Situation anpassen.
Werkzeuge und Symbole:
- Persönliche Gegenstände mit emotionaler Bedeutung.
- Kerzen, Sigillen und Spiegel für spontane Zauber.
- Zufällig gefundene Gegenstände als Sinnbild für das Unvorhersehbare.
Freiheit und Kreativität sind ihr wichtiger als ein fester Ablauf. Sie beginnt dort, wo das Unerwartete passiert.
23. Die Intuitive Hexe (Intuitive Witch): Der inneren Stimme folgen
Die Intuitive Hexe weiß oft vor dem Nachdenken, was zu tun ist. Sie vertraut ihrer inneren Stimme und folgt ihrem Bauchgefühl, ohne starre Regeln oder feste Rituale.
Typische Praktiken:
- Spontanen Eingebungen bei magischen Handlungen folgen.
- Träume und Meditation als Orientierung nutzen.
- Stimmungen in Räumen und bei Menschen wahrnehmen.
- Rituale und Zauber aus eigener Inspiration entwickeln.
Werkzeuge und Symbole:
- Amethyst und Labradorit.
- Tarot- und Orakelkarten. Meine Empfehlung: ein Deck mit Bildern, die dich sofort ansprechen, vor allem zum Einstieg .Schau dir diese Orakelkarten einemal an*. Wie du damit anfängst, steht im Artikel Tarot lernen für Anfänger.
- Persönliche Talismane, die sich stimmig anfühlen.
Magie ist für sie eine Erweiterung der inneren Weisheit. Sie vertraut ihrer Wahrnehmung und baut darauf eine freie, persönliche Praxis.
Welche der 23 Hexenarten passt zu dir? Fünf Fragen für heute Abend
Du musst kein Quiz machen. Fünf Fragen reichen, und du beantwortest sie am besten schriftlich, mit einer Tasse Tee und ohne Eile.
- Was hast du in den letzten Monaten gesammelt, gelesen oder gekauft, ohne zu wissen, wofür?
- Wo hältst du dich am liebsten auf, wenn du Ruhe brauchst: am Fenster, in der Küche, im Wald oder am Wasser?
- Welche Jahreszeit und welche Tageszeit fühlen sich nach dir an?
- Was würdest du tun, wenn niemand je davon erfährt?
- Bei welchem Abschnitt in diesem Artikel hast du kurz aufgeatmet?
Schreib die Nummern der drei Hexenarten auf, die dich am meisten angesprochen haben. Mehr braucht dieser Abend nicht. Besonders schön ist dafür ein Notizbuch mit festem Einband, das du später zu deinem Grimoire machen darfst. Hier geht es zu meinem liebsten Notizbuch*
Ein Hinweis zum Festlegen
Es heißt oft, eine richtige Hexe wähle einen Pfad und bleibe ihm treu. In manchen Traditionen stimmt das, zum Beispiel wenn du einem Coven mit festen Regeln angehörst. Für deine eigene Praxis ist es keine Regel.
Du darfst im Frühling Grüne Hexe sein, im November Schattenhexe und im Dezember beides zugleich. Deine Praxis darf sich verändern, wenn du dich veränderst. Keine dieser Hexenarten ist besser oder echter als die andere.
Bereit, tiefer zu gehen?
Wenn dich eine der Hexenarten angesprochen hat, lohnt sich ein zweiter Blick:
- Im Mondmagie-Leitfaden findest du den Einstieg in die Praxis der Mondhexe und der Zyklushexe.
- Der Artikel zum Wheel of the Year führt dich durch die acht Jahreskreisfeste.
Welche Hexenart hat beim Lesen an dir gezogen, und welche willst du als Nächstes ausprobieren? Schreib es mir in die Kommentare, ich freue mich darauf. Und wenn du zu jedem Neumond und Vollmond eine Einladung zum Ausprobieren im Postfach haben möchtest, ist der Mondbrief dafür da.









