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Es ist Ende Juli, kurz nach acht Uhr abends, und draußen ist es immer noch hell. Du sitzt auf dem Balkon, der Abend ist warm, und irgendwo in dir ist dieses Gefühl: Du willst mehr. Nicht mehr Arbeit. Mehr Ausdruck. Das Gefühl, dass da etwas in dir wartet, das endlich raus will.
Dieses Gefühl gehört zur Löwe Saison. Der Zeitraum vom 23. Juli bis 22. August steht unter dem Herrscherplaneten Sonne, und er bringt genau das: den Drang, sich zu zeigen. Die eigene Stimme zu nutzen. Den Abend mit Menschen zu verbringen, bei denen du wirklich du selbst bist.
In diesem Artikel schauen wir uns an, was diese Saison thematisch trägt, welche Mondphasen sie begleiten und wie du ganz konkret mit ihr arbeiten kannst.

Was die Löwe-Saison bedeutet
Der Löwe ist das fünfte Zeichen im Tierkreis, ein fixes Feuerzeichen. Sein Leitsatz lautet: „Ich will.» Nicht „ich überlege». Nicht „mal sehen». Ich will.
Das klingt selbstbewusst, und das ist es auch. Aber es ist keine aufdringliche Selbstdarstellung. Es ist das ruhige Wissen: Das hier bin ich. Das ist, was ich erschaffen will. Und das traue ich mir.
Die Löwe Saison dreht sich um vier Themen:
Selbstausdruck und Kreativität. Diese Zeit fragt dich: Was trägst du in dir, das du noch nicht nach außen gebracht hast? Deine Gedanken, dein Schreiben, dein Kochen, dein Stil: alles darf raus. Nicht perfekt. Echt.
Selbstvertrauen und Mut. Nicht das Selbstvertrauen, das man sich in Seminaren antrainiert. Das Vertrauen, das kommt, wenn du dich tatsächlich zeigst. Wenn du den Gedanken aussprichst, nicht nur im Kopf behältst. Wenn du anfängst, statt zu planen.
Führung und Individualität. Der Löwe regiert das 5. Haus: das Haus der Schöpfung, des Spiels und des Ausdrucks. In dieser Zeit darf dein eigener Weg Vorrang haben. Nicht der Weg, den andere für dich vorgesehen haben, und nicht der, von dem du denkst, dass du ihn gehen musst.
Freude und Lebensgenuss. Wann hast du zuletzt etwas aus purer Freude getan? Kein Ziel dahinter, kein Ergebnis. Nur weil es dir gut tut. Die Löwe-Saison erinnert dich daran, dass das zählt. Dass es nicht etwas ist, das du dir erst verdienen musst.
Löwe auf einen Blick: Korrespondenzen
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Zeitraum | 23. Juli – 22. August |
| Element | Feuer |
| Qualität | Fix |
| Herrscherplanet | Sonne |
| Haus | 5. Haus (Schöpfung, Ausdruck, Freude) |
| Gegenzeichen | Wassermann |
| Leitsatz | „Ich will» |
| Farben | Gold, Orange, Rot |
| Kristalle | Sonnenstein, Karneol, Tigerauge |
| Kräuter | Zimt, Basilikum |
| Blumen | Ringelblume, Sonnenblume |
| Tarot | Die Sonne, Die Kraft, Der Herrscher |
| Symbole | Apollo, Sekhmet, Katze, Falke |
| Günstige Tage | Sonntag, Dienstag |
| Zahlen | 1, 5, 9 |
Wenn du mit Kristallen arbeitest, sind Sonnenstein und Karneol besonders passend für diese Saison. Sonnenstein stärkt das Vertrauen in die eigene Schöpferkraft. Karneol unterstützt Kreativität und Tatendrang.
Meine Empfehlung: ein kleines Set aus rohen Löwe-Steinen, das du auf deinem Schreibtisch liegen lässt, als tägliche Erinnerung.
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Die Mondphasen der Löwe-Saison
Jede astrologische Saison wird von einem eigenen Mondzyklus begleitet, der die Themen der Zeit vertieft. In der Löwe-Saison sind das vier verschiedene Stimmungen:
Neumond im Löwen: Kreativität und Selbstentfaltung.
Das ist der Startpunkt. Der Neumond im eigenen Zeichen ist eine der kräftigsten Zeiten, um neue Absichten zu setzen, besonders rund um Selbstausdruck und das, was du wirklich erschaffen willst. Was willst du in den nächsten vier Wochen zeigen? Einen Text veröffentlichen? Ein Projekt anfangen? Eine Entscheidung treffen, die du schon zu lange aufgeschoben hast? Der Neumond im Löwen: Bedeutung, Rituale und Korrespondenzen Artikel enthält Journaling-Fragen und ein Ritual speziell für diesen Zyklus.
Erstes Viertel im Skorpion: Authentizität und Tiefe.
Etwa zwei Wochen nach dem Neumond: Der Skorpion bringt Tiefe in die Löwe-Themen. Wo bist du wirklich ehrlich mit dir selbst? Wo gibst du vor, alles im Griff zu haben, obwohl da etwas wartet, das du nicht anschauen willst? Das erste Viertel fragt nicht nett. Das ist gut so.
Vollmond im Wassermann: Einzigartigkeit und Gemeinschaft.
Der Vollmond dieser Saison steht im Wassermann, dem Gegenzeichen des Löwen. Das ist ein Spannungsmoment: Löwe will sich zeigen, Wassermann will dazugehören. Dieser Vollmond lädt dich ein, beides zu verbinden. Dich selbst zu feiern und gleichzeitig in Verbindung zu gehen. Unter Menschen sein, feiern, was du in diesen Wochen auf den Weg gebracht hast.
Letztes Viertel im Stier: Selbstwert und Erdung.
Der ruhige Abschluss der Saison. Der Stier erdet, was der Löwe aufgewirbelt hat. Was hast du erschaffen? Was nimmst du mit? Und was darf bis zur nächsten Saison ruhen?
Mehr zum Thema Mondphasen generell findest du hier: Mondphasen Bedeutung: Was jede Phase für deine Praxis bedeutet.

Rituale, Journaling und Affirmationen für die Löwe-Saison
Du brauchst kein aufwendiges Ritual-Set-up, um mit dieser Zeit zu arbeiten. Ein Journal, eine Kerze und 20 Minuten reichen für den Anfang vollständig aus.
Journaling-Impulse für die Löwe-Saison
Such dir die Frage aus, die dich leicht unangenehm berührt. Das ist die richtige.
- Wo halte ich mich noch zurück, und was kostet mich das?
- Was möchte ich in dieser Saison wirklich erschaffen?
- Wann habe ich zuletzt etwas aus purer Freude getan, ohne dass da ein Ziel dahinter war?
- Was würde ich tun, wenn mir niemand zuschauen würde?
- Welche Version von mir darf in dieser Löwe-Saison nach vorne treten?
Meine Empfehlung für die Journaling-Praxis: Ein gebundenes Notizbuch mit festem Einband, das sich nach etwas anfühlt. Nicht das Notizbuch für Einkaufslisten.
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Affirmationen für die Löwe-Saison
Affirmationen wirken am besten, wenn sie sich noch nicht vollständig wahr anfühlen. Wenn du eine liest und denkst: „Das würde ich gern glauben…» ist das eine gute Wahl.
- „Ich zeige mich, auch wenn es sich unfertig anfühlt.»
- „Meine Kreativität darf fließen, ohne sofort ein Ergebnis zu bringen.»
- „Ich vertraue meinen Entscheidungen.»
- „Freude ist keine Belohnung. Sie ist Voraussetzung.»
- „Ich führe mein eigenes Leben.»
Ein Ritual für die Löwe-Saison
Dieses Ritual passt für jeden Zeitpunkt in der Saison, besonders schön rund um den Neumond oder Vollmond.
Du brauchst: eine goldene oder orangefarbene Kerze und ein Blatt Papier und einen Stift.
Perfekt dafür geeignet: eine dickere Stumpenkerze in Gold. Die brennt lange genug, um wirklich zur Ruhe zu kommen.
Hier findest du eine Schöne goldene Kerze*
Zünd die Kerze an. Schreib oben auf das Papier: „In dieser Löwe-Saison zeige ich…» und dann alles darunter, was kommt. Kein Filter. Nicht, was du zeigen solltest. Was du wirklich willst.
Lies die Liste, wenn du fertig bist, laut vor. Nur für dich. Such dir dann einen Punkt aus, den du noch diese Woche umsetzt. Klein ist in Ordnung. Hauptsache konkret.
Tarot-Spread für die Löwe-Saison
Dieser 5-Karten-Spread passt zum Beginn der Saison oder zum Neumond im Löwen. Weitere Anregungen für deine Tarot-Praxis findest du im Neumond Ritual und im Vollmond Ritual.
- Was will in mir in dieser Saison zum Ausdruck kommen?
- Was hält mich noch zurück?
- Welche Stärke darf ich jetzt abrufen?
- Was ist mein konkretester nächster Schritt?
- Was trägt diese Saison insgesamt für mich?
21 Ideen für deine Löwe-Saison
Diese Liste ist keine Aufgabe. Such dir heraus, was dich anspricht. Den Rest lass in Ruhe.
- Sommerparty mit Motto veranstalten. Gold, Orange, Rot. Musik, Lichter, Menschen, die dir gut tun.
- Sonnenuntergangs-Picknick. Essen einpacken, rausgehen, den Moment wirklich fühlen.
- Ein Herzensprojekt starten. Etwas, das schon zu lang auf dich wartet. Nicht planen. Anfangen.
- Spa-Tag zuhause. Pflege, Ruhe, etwas, das sich nach Luxus anfühlt. (Du bist kein Nebenprojekt.)
- Unter dem Vollmond tanzen. Nicht für irgendjemanden. Nur du und die Musik.
- Einen neuen Look ausprobieren. Haare, Style, Make-up. Spielen ist erlaubt.
- Ein Fotoshooting machen. Nicht für Social Media. Für dich. Um dich einmal richtig zu sehen.
- Jemandem helfen. Kleine Geste. Echte Wirkung.
- Strand oder Freibad. Sonne, Wasser, Sommertag.
- Festival oder Konzert besuchen. Menschen, Musik, das Gefühl, dabei zu sein.
- Einen Brief an dich selbst schreiben. Ohne Ironie. Ohne Zurückhaltung.
- Filmabend draußen. Lichterkette, Decken, Sommernacht.
- Eine Live-Show besuchen. Konzert, Comedy, Theater. Spür den Unterschied zu Streaming.
- Vision Board erstellen. Was willst du bis zum Jahresende noch erschaffen?
- Zeit in der Sonne. Nicht nebenbei. Wirklich ankommen.
- Dankbarkeitstagebuch starten. Drei Dinge täglich, die wirklich gut laufen.
- Etwas Neues lernen. Nicht für den Lebenslauf. Weil dich das Thema wirklich interessiert.
- Etwas Goldenes backen. Zitronenkuchen, Honiggebäck, karamellisierte Früchte. Und dann teilen.
- Tagesausflug machen. Neuer Ort, neue Eindrücke. Nicht alles vorab planen.
- Kreativ ausdrücken. Malen, schreiben, basteln. Nicht perfekt. Echt.
- Lagerfeuer-Abend organisieren. Sommernacht, Feuer, Gespräche, die bis spät gehen.

Ein Wort zu dem Druck, der mit dieser Saison kommen kann
Du hast sicher schon gehört, dass die Löwe-Saison die Zeit ist, in der du dich zeigen, dein Leben feiern und nach außen gehen sollst. Und falls du gerade eher einen ruhigen Sommer hinter dir hast: Das ist in Ordnung.
Die Löwe-Saison ist keine Aufforderung, extrovertiert zu sein. Sie ist eine Aufforderung, authentisch zu sein. Das kann bedeuten: auf einer Bühne stehen. Aber auch: endlich einen Text schreiben, den du schon lange mit dir trägst. Deiner Freundin etwas sagen, das du ihr schon längst sagen wolltest. Einen freien Nachmittag verbringen, bei dem du nichts leisten musst.
Authentisch ist nicht laut. Authentisch ist ehrlich.
Der Löwe regiert das 5. Haus, das Haus der Schöpfung und des Spiels. Er fragt nicht: „Wie wirke ich auf andere?» Er fragt: „Was will ich erschaffen?» Das ist ein anderes Fundament. Und von da aus ist der Schritt nach vorne oft viel kleiner, als er sich anfühlt.
Was wartet bei dir in dieser Löwe-Saison darauf, endlich raus zu kommen? Schreib es mir in die Kommentare, ich lese alles.









