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Der Himmel ist dunkel, kein Mond zu sehen. Alles wirkt still, fast so, als würde die Welt kurz den Atem anhalten. Genau das ist der Moment des Neumonds, und genau darin liegt seine Kraft.
Ein Neumond ist der Anfang eines neuen Mondzyklus. Eine Einladung, kurz innezuhalten, bevor etwas Neues beginnt.
Zum Neumond Intentionen setzen heißt, diesem Anfang eine Richtung zu geben. Statt planlos in den nächsten Monat zu stolpern, nimmst du dir einen Moment, um zu spüren, was du dir wünschst. In diesem Artikel gehen wir gemeinsam einen kleinen Neumond-Check-in durch. Am Ende hast du ein bis zwei klare Intentionen und einen sanften Plan für die nächsten Wochen.

Was der Neumond ist und warum er sich für einen Neuanfang eignet
Der Neumond ist die erste Phase im Mondzyklus. Der Mond steht dunkel zwischen Erde und Sonne, und für ein paar Tage ist von ihm nichts zu sehen. Astrologisch steht er immer im selben Zeichen wie die aktuelle Sonnen-Saison.
Diese Dunkelheit ist kein Mangel. Sie ist wie frisch umgegrabene Erde, in die noch kein Samen gelegt wurde. Alles ist möglich, nichts ist festgelegt. Deshalb eignet sich der Neumond so gut, um Wünsche zu formen und Absichten zu setzen.
Es heißt oft, du müsstest deine Intentionen exakt in der Minute des Neumonds setzen, sonst wirke es nicht. Das ist ein schöner Gedanke, aber keine Regel. Der Neumond schenkt dir ein Zeitfenster von mehreren Tagen. Du darfst dir Zeit lassen.
Die Stimmung des Neumonds
Jede Mondphase trägt eine eigene Färbung. Beim Neumond sind das Ruhe, Rückzug und der leise Beginn von etwas Neuem. Ein paar Bilder helfen dir, dich hineinzufühlen:
- Jahreszeit: Winter. Alles ruht, die Samen warten unter der Erde.
- Archetyp: die weise Alte, die sich zurückzieht und lauscht, statt zu handeln.
- Tarot: Der Narr. Der Sprung ins Unbekannte, voller Vertrauen und offener Möglichkeiten.
- Passende Themen: Wünsche formen, für dich sorgen, ruhen und träumen, Neuanfänge wagen, Samen setzen, dein Können erkennen.
Der Neumond ist die Zeit der großen Ideen und Träume. Noch musst du nichts umsetzen. Es reicht, zu spüren, wohin es dich zieht.
Wann du mit der Neumond-Kraft arbeitest
Genau genommen ist der Neumond nur ein einzelner Moment im Zyklus. Doch du kannst seine Stimmung auf mehrere Arten nutzen:
- nur am Tag des Neumonds
- am Tag davor und am Tag danach
- ab dem Neumond und für die folgenden sieben Tage
- von etwa dreieinhalb Tagen vor bis dreieinhalb Tage nach dem Neumond
Wenn du gerade erst anfängst, mit dem Mond zu arbeiten, nimm die dritte Variante. Sieben Tage ab dem Neumond geben dir genug Zeit, ohne dich zu hetzen. In dieser Woche machst du deinen Check-in, ganz in deinem Tempo.

Dein Neumond-Check-in Schritt für Schritt
Beginne am Tag des Neumonds und arbeite in den folgenden Tagen mit dieser Liste. Du musst nicht alles an einem Tag schaffen. Verteile die Schritte über die erste Woche.
1. Schließe den letzten Zyklus ab. Gibt es etwas, das du im letzten Mondzyklus fast fertig hattest und das dir noch im Kopf herumgeht? Nutz die ersten Tage, um es zu erledigen. Eine liegengebliebene Aufgabe, ein Einkauf, eine Mail, die dich stresst. Bring es aus deinem Kopf heraus, damit du Platz für Neues hast.
2. Füll deinen eigenen Krug. Nimm dir Zeit für etwas, das dich auftankt. Für die eine ist das ein aufgeräumtes Zuhause und ein Blick auf die Finanzen, für die andere ein Mittagsschlaf, ein Buch am Nachmittag oder ein ruhiger Serienabend. Du darfst dir das erlauben.
3. Fang an zu träumen. Lass dich auf den kommenden Monat ein. Was möchtest du tun? Was ruft dich gerade? Blätter durch Pinterest, schau ein inspirierendes Video oder setz dich mit deinen Tarot- oder Orakelkarten in einen stillen Raum und zieh ein paar Karten. Schau, was auftaucht.
Meine Empfehlung sind die wundervollen Orakelkarten von Yasmin Boland: Moonology – Botschaften des Mondes*
4. Sei offen für Eingebung. Du musst nicht sofort einen Geistesblitz haben. Meist kennst du zumindest deinen nächsten kleinen Schritt. Geh diesen, und öffne dich dafür, zum übernächsten geführt zu werden. Du wirst staunen, wie viel kommt, wenn du dich nur öffnest.
5. Erspüre das Thema dieses Zyklus. Schau nach, in welcher Sonnen-Saison wir gerade sind. Der Neumond steht im selben Zeichen. Nutz die Themen dieses Sternzeichens als Anregung. Ein Neumond im Widder ruft nach Mut und Aufbruch, einer in den Fischen nach Rückzug und Traum.
Deine Intentionen für den Mondzyklus setzen
Jetzt, wo du eine Ahnung hast, worum es in diesem Zyklus gehen darf, wird es konkret.
6. Setz ein bis zwei Intentionen. Nicht zehn. Ein bis zwei, an denen du in diesem Monat wirklich arbeiten kannst. Hast du ein größeres Ziel, dann brich es herunter. Möchtest du zum Beispiel eine bestimmte Summe Geld anziehen, wähl einen Betrag, der sich zugleich spannend und machbar anfühlt, und überleg dir, welcher kleine Schritt dich dorthin bringt.
7. Notiere Wochenziele. Der Mondzyklus dauert etwa vier Wochen, und jede Woche hat ihre eigene Stimmung. Schreib dir für jede Woche eine kleine Idee auf, wie du deiner Intention näherkommst. Diese Ideen müssen nicht ausgefeilt sein. Wenn du weißt, wie du die Stimmung jeder Woche nutzen kannst, fällt dir die Umsetzung leichter. Wie sich die einzelnen Phasen anfühlen, liest du in der Mondphasen-Bedeutung nach.
Für all das mag ich besonders ein schönes Notizbuch*, das nur meinem Mond-Check-in gehört. So sammelst du deine Intentionen Zyklus für Zyklus an einem Ort und siehst mit der Zeit, wie viel sich bewegt. Wie du dir so ein Mondtagebuch aufbaust, zeige ich dir im Artikel zum Mondtagebuch anlegen.
Ein Beispiel für eine Neumond-Intention
Damit das greifbarer wird, hier ein Durchgang. Nimm an, der Neumond steht im Stier, dem Zeichen für Ruhe, Genuss und Beständigkeit.
Dein großes Ziel heißt: mehr Geld zur Seite legen. Das ist als Intention zu groß und zu vage. Also brichst du es herunter. Deine Intention für diesen Zyklus lautet: „Ich lege in diesem Mondzyklus einen festen Betrag beiseite und schaue mir einmal in Ruhe meine Ausgaben an.»
Deine Wochenziele könnten sein: In der ersten Woche richtest du ein Sparkonto ein. In der zweiten sortierst du deine Abos. In der dritten legst du den Betrag beiseite. Und in der vierten schaust du zurück und feierst, dass du drangeblieben bist. Aus einem großen, einschüchternden Vorhaben werden vier kleine Schritte.

Drei Fehler, die du beim Intentionen setzen vermeidest
Manches macht das Arbeiten mit dem Neumond schwerer, als es sein müsste. Diese drei Stolpersteine kannst du umgehen.
Zu viele Intentionen. Zehn Wünsche auf einmal führen dazu, dass du keinen davon wirklich verfolgst. Ein bis zwei reichen. Der Rest darf im nächsten Zyklus dran sein.
Zu vage formuliert. „Ich will glücklicher sein» gibt dir nichts, woran du dich festhalten kannst. Sag konkret, was du tun willst und woran du merkst, dass es passiert.
Nie wieder hinschauen. Eine Intention am Neumond zu setzen und sie dann zu vergessen, bringt wenig. Der Vollmond in zwei Wochen ist dein natürlicher Moment, um noch einmal draufzuschauen.
Und dann: geh los
Du hast jetzt einen Plan und ein Gefühl für diesen Zyklus. Der nächste Schritt ist, in den kommenden Wochen tatsächlich loszugehen. Schau immer wieder bei dir selbst nach und passe deine Pläne an, wenn es sich richtig anfühlt.
Und wenn dieser Zyklus nicht so läuft wie gedacht? Dann ist das kein Scheitern. Alle vier Wochen kommt der nächste Neumond, und du darfst es wieder versuchen. Du kannst auch jederzeit mitten im Zyklus einsteigen. Hast du die Neumond-Woche verpasst, dann leg zum ersten Viertel los, feiere dich zum Vollmond oder komm zum letzten Viertel zur Ruhe.
Wann ist dein nächster Neumond, und welche eine Intention möchtest du dann setzen?
Erzähl mir gern in den Kommentaren, worauf du dich für den kommenden Zyklus einlässt.









