*Es handelt sich um einen Affiliate-Link. Wenn du darüber etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision, die mir hilft, die Hosting-Kosten meines Blogs zu decken – für dich bleibt der Preis selbstverständlich gleich. Hinweis: Einige Beitragsbilder auf dieser Website wurden mit KI erstellt und dienen nur zur Illustration.
Die Bäume verlieren ihre Blätter, und abends wird es merklich früher dunkel. Irgendwo dazwischen denkst du an Menschen, die nicht mehr da sind, öfter als sonst im Jahr. Ein Geruch, ein Lied, ein Satz, den jemand mal zu dir gesagt hat.
Im September hast du die zweite Ernte gefeiert und geschaut, was in diesem Jahr gewachsen ist. Diesen Monat gehen wir einen Schritt weiter zurück, zu den Menschen, die vor dir da waren. Im Oktober widmen wir uns der Ahnenarbeit und dem Fest, das seit jeher zu dieser Praxis gehört: Samhain.
Du brauchst dafür keinen Stammbaum bis ins Mittelalter und keine vollständige Familiengeschichte. Ein Foto, ein Name, eine Erinnerung reichen als Anfang völlig aus.
Ahnenarbeit bedeutet diesen Monat nicht, jede Lücke in der Familiengeschichte zu schließen. Sie bedeutet, den Menschen, die vor dir da waren, einen Platz zu geben.

Die herbstliche Einordnung des Oktober
Der Oktober beginnt noch in der Waage-Saison, die für Ausgleich und Beziehungen steht, und wechselt am 23. Oktober in den Skorpion, das Zeichen der Tiefe und Transformation. Am 31. Oktober liegt Samhain, das dritte und letzte Erntefest im Jahreskreis und für viele moderne Hexen das eigentliche Jahresende.
Diese Verschiebung von der Waage zum Skorpion trägt den ganzen Monat. Die ersten Wochen fragen nach Verbindung und Beziehung, die letzten Wochen nach Tiefe und dem, was unter der Oberfläche liegt. Ahnenarbeit gehört genau in diesen Übergang.
Typisch für diesen Monat sind oft:
- das Gefühl, dass der Schleier zwischen den Welten dünner wird
- mehr Gedanken an Menschen, die nicht mehr leben
- der Wunsch, mehr über die eigene Familiengeschichte zu erfahren
- eine wachsende Ruhe, die manchmal auch schwer sein darf
Genau in diesen Wochen lässt sich Ahnenarbeit besonders gut in den Alltag einbauen.
Das Kernthema des Oktober: Eine Linie, die weiterreicht
Du bist Teil einer längeren Geschichte
Ahnenarbeit heißt nicht, dass du deine Vorfahren idealisieren musst. Manche Familiengeschichten sind warm, manche schwierig, die meisten beides zugleich. Es geht nicht darum, alles gutzuheißen, was war. Es geht darum, anzuerkennen, dass du Teil einer Linie bist, die weit vor dir begonnen hat.
Immer wieder komme ich auf denselben Gedanken zurück: Du musst niemanden aus deiner Familie perfekt finden, um von ihm zu lernen. Auch die schwierigen Geschichten gehören zu deiner Herkunft, und du darfst selbst entscheiden, was du daraus mitnimmst.
Erinnerung schafft Verbindung. Verbindung braucht keine vollständige Geschichte, nur einen ehrlichen Anfang.

Woche 1: Deine Ahnenlinie erkunden
Was wir diese Woche erkunden
Diese Woche schaust du dir an, was du über deine Familie weißt, und was du gern noch herausfinden würdest. Namen, Orte, Berufe, kleine Geschichten, die von einer Generation zur nächsten weitergegeben wurden.
Frag, wenn du kannst, jemanden aus deiner Familie nach einer Geschichte, die du noch nicht kennst. Wenn das nicht möglich ist, reicht auch, dich an das zu erinnern, was du bereits weißt.
Grimoire-Seite für diese Woche
- Namen und kurze Notizen zu den Menschen deiner Familie, so weit du zurückgehst
- eine Geschichte, die dir jemand über die Familie erzählt hat
- Fragen, die du gern noch beantwortet hättest
- ein Foto oder eine Beschreibung von jemandem, an den du besonders oft denkst
Ritual oder Praxis für diese Woche
Sprich diese Woche mit jemandem aus deiner Familie über eine Erinnerung. Wenn das nicht geht, schreib die Erinnerung selbst auf, so genau du kannst, mit allen Einzelheiten, die dir einfallen.
Woche 2: Einen Ahnenaltar gestalten
Was wir diese Woche erkunden
Ein Ahnenaltar ist kein Grab und kein Denkmal. Er ist ein kleiner Ort, an dem du an Menschen denkst, die nicht mehr da sind, wann immer du möchtest.
Du brauchst dafür keinen eigenen Raum. Eine kleine Ecke, ein Regalbrett oder eine Fensterbank reichen völlig aus.
Grimoire-Seite für diese Woche
- Gegenstände, die zu deinem Ahnenaltar passen würden, Fotos, ein Schmuckstück, eine Postkarte
- eine Liste der Menschen, die auf deinem Altar einen Platz haben sollen
- Farben oder Symbole, die dich an bestimmte Menschen erinnern
- ein Satz, den du am Altar sprechen möchtest
Ritual oder Praxis für diese Woche
Stell diese Woche einen kleinen Ahnenaltar zusammen. Eine Kerze, ein Foto, ein Gegenstand reichen. Zünd die Kerze an und sprich einen Namen aus, laut oder in Gedanken.

Woche 3: Samhain vorbereiten
Was wir diese Woche erkunden
Samhain am 31. Oktober ist der Höhepunkt der Ahnenarbeit im Jahreskreis. Mehr zur Geschichte und den Ritualen dieses Festes liest du im Artikel über Samhain.
Diese Woche bereitest du dich auf diese Nacht vor. Nicht mit einem großen Programm, sondern mit der Frage, was du an diesem Abend loslassen und was du ehren möchtest.
Grimoire-Seite für diese Woche
- was ich in diesem Jahr loslassen möchte, bevor der Winter beginnt
- wen ich an Samhain besonders ehren möchte
- Ideen für ein stilles Ritual an diesem Abend
- eine Liste von Dingen, die ich für meinen Samhain-Abend brauche, eine Kerze, eine Schale, ein Zettel
Ritual oder Praxis für diese Woche
Schreib schon jetzt auf, was du an Samhain loslassen möchtest. Leg den Zettel zur Seite, bis der Abend kommt.

Woche 4: Samhain feiern
Was wir diese Woche erkunden
Jetzt ist die Nacht da. Samhain ist kein Fest, das perfekt ablaufen muss. Ein einziges stilles Ritual reicht völlig aus.
Nimm dir an diesem Abend gezielt Zeit, ohne Ablenkung. Eine Kerze im Fenster, ein Moment der Stille, ein Gedanke an die Menschen, die nicht mehr da sind.
Grimoire-Seite für diese Woche
- wie sich dieser Samhain-Abend für dich angefühlt hat
- was du losgelassen hast
- eine Botschaft oder ein Gefühl, das dir in dieser Nacht geblieben ist
- was du im nächsten Jahr an Samhain anders machen möchtest
Ritual oder Praxis für diese Woche
Stell eine Kerze ins Fenster und nimm dir einen Moment Zeit, an Menschen zu denken, die nicht mehr da sind. Verbrenn danach den Zettel aus der dritten Woche, mit allem, was du loslassen wolltest.
Journaling-Impulse für den Oktober
Zu diesen Fragen kannst du den ganzen Monat zurückkehren. Such dir aus, was dich anspricht, du musst nicht alle beantworten.
- Was weiß ich über die Menschen, die vor mir da waren, und was möchte ich noch erfahren?
- Welche Eigenschaft aus meiner Familie trage ich weiter, ob ich will oder nicht?
- Wen möchte ich an Samhain besonders ehren?
- Was lasse ich in diesem Jahr los, bevor der Winter beginnt?
- Wie fühlt sich der dünner werdende Schleier für mich an?
Korrespondenzen für diesen Monat
Wenn du gern mit Kräutern, Steinen und Farben arbeitest, passen diese besonders gut zum Thema Ahnenarbeit und Samhain. Sieh es als Angebot, nicht als Einkaufsliste.
- Kräuter: Beifuß und Salbei für Räucherungen, Rosmarin für die Erinnerung, Ringelblume für Übergänge
- Steine: Obsidian für den Blick in den Schatten, Rauchquarz für den Übergang, Granat für Wärme in der dunklen Zeit
- Farben: Schwarz, Dunkelrot, Bordeaux, Kürbisorange
- Symbole: die Kerze im Fenster, der leere Stuhl am Tisch, fallendes Laub
Buchempfehlungen für den Oktober
Wenn du dich weiter mit Ahnenarbeit und Samhain beschäftigen möchtest, sind diese Bücher schöne Begleiter:
- Grimoire der alten Wege- Nadine Müller *
- Grüne Magie – Das Naturorakel: Entdecke die Geheimnisse und Weisheiten der Grünen Hexe-Arin Murphy-Hiscock*
- Samhain die wahren Ursprünge von Halloween-Templum Dianae Media*
Für Einsteigerinnen eignet sich Grimoire der alten Wege besonders gut, weil es ganz praktisch bei den ersten Schritten ansetzt.
Falls du mehr Zeit oder Neugier hast
- die eigene Familiengeschichte über Standesamt oder Kirchenbücher weiterverfolgen
- Ahnenkontakt über Tarot oder Pendel, wenn dich das anspricht
- der Unterschied zwischen Ahnenverehrung und Ahnenarbeit in verschiedenen Traditionen
- ein Ritual, in dem du einen Brief an eine verstorbene Person schreibst
Alles davon ist freiwillig. Eine einzige Kerze für eine einzige Person reicht für diesen Monat völlig aus.
Gemeinsam weitermachen
Der Oktober hat dir gezeigt, dass du Teil einer Linie bist, die weit vor dir begonnen hat. Halte fest, was du über deine Herkunft gelernt hast, auch wenn es nur ein Satz im Grimoire ist. Diese Sätze tragen dich durch den Rest des Jahres.
An wen aus deiner Familie hast du in diesem Oktober am meisten gedacht? Schreib es mir in die Kommentare, ich lese jede Antwort.









